Manchmal gibt es Sägen, die laufen nicht, wie der Kunde will!

Heute mal eine Geschichte aus dem wahren Leben.

Wir haben einen Kunden, der bei uns eine 550 XP gekauft hat und davor nur mechanische Vergaser zum Sägen hatte. Nachdem er sich bei uns für eine 550 XP entschieden hatte, dachten wir, dass wir dem Herrn eine große Freude gemacht haben und er nun ein glücklicher Kunde ist. Aber es war genau das Gegenteil.

Er kam nach ein paar Wochen verärgert zurück und schimpfte über die Säge. Die Säge würde nach dem Betanken nicht mehr angehen.

Erstaunt nahmen wir die Säge zur Reparatur bei uns auf und testeten sie immer und immer wieder. An der Motorsäge war aber kein Fehler zu finden, bei uns sägte die Säge reibungslos und ging immer an. Wir überprüften auch, ob für die Seriennummer ein Fehler bekannt sei, aber auch hier Fehlanzeige. Trotzdem bekam die Säge ein neues Update und wir lieferten die Säge dem Kunden zurück.

Doch bereits nach wenigen Tagen, meldete sich der Kunde schon wieder, „die Säge zeige immer noch die gleichen Probleme, wie zuvor“. Daraufhin verabredeten wir uns im Laden. Wir vereinbarten einen Termin, zu einem Zeitpunkt, zu dem er mit der Säge länger gearbeitet hatte und wollten hier weiter sägen. So war sich der Kunde sicher, dass er uns zeigen könne, dass die Säge nicht mehr angehen würde. Aber auch dieser Versuch, die Säge zum „Sterben“ zu bringen missglückte und die 550 XP ging bei jedem Test mit dem ersten Zug an. Der Kunde konnte es nicht glauben, da bei ihm der Fehler bei jeder Tankfüllung kommen würde.

Sicherlich gehört die 550 XP zu den Sägen, die, wenn sie bei einem guten Husqvarna Händler mit der aktuellen Software gekauft wurde, zu den genialsten Sägen gehört, die es auf dem Markt gibt, aber, natürlich kann auch eine Husqvarna Motorsäge einen Fehler haben. Wir entschlossen uns, dem Kunde eine Leihsäge zu geben, um mit seiner Säge selbst in den Wald zu gehen. Zwei Mitarbeiter sägten Ewigkeiten mit der Säge und wieder wollte die Säge keinen Fehler zeigen.

Trotzdem entschieden wir uns, dem Kunden ein Vergaser-Kit einzubauen, um die Benzinzufuhr bei sehr großer Hitze zu regulieren, was bei Extremumgebungen, schon mal notwendig sein kann. Diese Entscheidung zu treffen, ohne den Fehler je gesehen zu haben, ist zwar merkwürdig, aber manchmal muss man auch merkwürdige Schritte gehen, um zu helfen.

Der Kunde tauschte hier bei uns im Laden unsere Säge gegen seine Säge wieder aus und gab uns damals bereits zu verstehen, dass die Optimierung keinen Sinn machen würde und meinte, dass es sicherlich an dem „neumodischen“ Vergaser liegen würde.

Heute bekomme ich eine Bild mit einem riesigen Holzstapel, auf dem eine Säge ganz oben steht. Es ist die 550 XP mit dem „modernen“ Vergaser, die nun zur vollsten Zufriedenheit des Kunden arbeitet. „Nach dem Umbau der Tankbelüftung läuft meine Säge wirklich super. Sie läuft jetzt, wie eine richtige Husqvarna. Auch wenn der Tank ganz leer gefahren wird, läuft die Säge sehr gut an!"

Das sind die Momente in denen ich mich freue, mit jedem Kunden zu diskutieren, der irgendein Problem mit irgendeiner Motorsäge hat. Sehr oft sind es nur Kleinigkeiten (falsch geschliffene Ketten, verschmutzte Luftfilter oder einfach nur nicht sorgfältig gewartete Maschinen) und manchmal müssen auch wir wirklich intensiv nach einem Fehler suchen, aber bei fast allen Fehlern geht der Kunde aus unserer Werkstatt raus und hat sein „altes“, gutes Stück, mit dem er wieder glücklich in den Wald geht.

Manchmal gibt es Sägen, die laufen nicht, wie der Kunde will!
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